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Bierstadt Dortmund?
Der Strukturwandel in Dortmund hat mehrere Facetten. Kohle und Stahl verlassen die Stadt und hinterlassen neben Arbeitslosen ungenutzte Flächen im Stadtbild. Aber nicht nur bei diesen großen Industriezweigen gibt es Veränderungen. Auch im Brauereigewerbe hat sich vieles gewandelt. Dortmund, das sich noch in den 1980er Jahren stolz "Europas Bierstadt Nr. 1" nannte, verzeichnet heute Brachen im Stadtbild, die aus der Schließung von Brauerein herrühren. Was ist eigentlich noch übrig von der "Bierstadt Dortmund"? Handelt es sich hierbei nur noch um Nostalgie?
In dem Workshop werden wir verschiedene Brachen von Brauerein besichtigen und dabei die dazugehörigen Planungen der Stadt näher beleuchten. Bei den ehemaligen Brauereigeländen handelt es sich im Vergleich zu den Hinterlassenschaften der Montanindustrie meist um kleinere Grundstücke. Diese Brachen liegen vorwiegend in Innenstadtnähe und sind deswegen für die Stadtplanung von besonderer Relevanz. Der Schwerpunkt soll dabei auf dem Gelände der ehemaligen Union-Brauerei liegen. Hiervon sind denkmalgeschützte Gebäude noch erhalten, die ein wichtiges Merkmal des Stadtbildes sind. Das illuminierte "U" hat für viele Bürger eine identitätsstiftende Bedeutung, nicht umsonst war der Protest groß, als man vorschlug, diese Beleuchtung auszuschalten.
Zurzeit plant Brau und Brunnen die Neunutzung des Geländes, wobei die Geschäftszentrale des Konzerns hierher verlegt werden soll. Daneben bietet die Fläche aber auch das Potenzial für weitere Nutzungen; hierbei wird über Einzelhandel oder kulturelle Verwendungen nachgedacht. Diese Pläne sollen in dem Workshop kritisch beleuchtet werden und mögliche Alternativen oder Handlungsempfehlungen erarbeitet werden.
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