Dortmunder Beiträge zur Raumplanung: Blaue Reihe
92
Ruth May:
Planstadt Stalinstadt
Ein Grundriß der frühen DDR - aufgesucht in Eisenhüttenstadt
1999, 471 S., ISBN 978-3-88211-113-2, € 25,00
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Stalinstadt, später in Eisenhüttenstadt umbenannt, ist eine Industriestadtgründung südlich von Frankfurt an der Oder. Als mit dem Kalten Krieg die DDR von den westdeutschen industriellen Zentren abgeschnitten wurde, brauchte man ein eigenes Eisenhüttenwerk - und baute dazu eine Stadt: die "erste sozialistische Stadt" in Deutschland. In der Arbeit wird diese Stadtgründung als signifikantes Zeugnis der Zeit zwischen 1950 und den frühen 60er Jahren rekonstruiert, Konzeption und Planung werden in die politische und die Sozial- und Kulturgeschichte der frühen DDR eingeordnet. Ruth May beschreibt den Planungs- und Bauprozeß von Werk und Stadt. Sie setzt sich ausführlich mit den damaligen DDR-typischen Auffassungen des Städtebaus auseinander und zeigt, wie sich im Zuge der Konkretisierung Ansprüche an eine modellhafte Planung durchsetzten, mit der sich die DDR (ähnlich wie in Berlin bei der Stalinallee) zu repräsentieren versuchte. Diese Darstellung der Auseinandersetzung um Stalinstadt als zentrales Beispiel frühen sozialistischen Städtebaus in Deutschland wird vervollständigt durch Interviews mit wichtigen Experten und Zeitzeugen jener Aufbaujahre.
Inhaltsübersicht
Einleitung
Politische und wirtschaftliche Konstitutionsbedingungen der DDR
Das Werk
Der Plan
Stalinstadt
Interviews
Ruth May ist Absolventin des Studienganges Raumplanung an der Universität Dortmund. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Architektur- und Planungstheorie der Universität Hannover.





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